Aktuelle Wocheninformation

Hier finden Sie den projektbezogenen Bericht zu unserer aktuellen Arbeit.
Hinweise zu nicht erklärten Fachausdrücken finden Sie in unserem Orgelbaulexikon (pdf).


Zum letzten mal geändert am
25.10.2020


Meist am Wochenende erhalten Sie hier neueste Bilder und Informationen über unsere laufenden Projekte. Vielleicht arbeiten wir ja an einem Projekt in Ihrer Nähe, dann besuchen Sie uns doch einmal. Dieses Besuchsangebot versteht sich natürlich auch für unsere Kollegen. Wir haben keine Geheimnisse und fördern den Dialog, um als Ergebnis gute Orgeln zu erhalten. Hinweise zu nicht erklärten Fachausdrücken finden Sie in unserem Orgelbaulexikon.




Orgelprospekt



Neubau einer Hausorgel mit folgender Disposition:


Hauptwerk:


Principal 8'

Flöte 8'

Octave 4'

Clarinette 8'



Positivwerk:


Bourdon 8'

Gamba 8'

Traversflöte 4'

Nasat 2 2/3'

Piccolo 2'

Terz 1 3/5'

Tremulant



Pedalwerk:


Subbass 16'

Fagottbass 16'




Woche 43



Die Spieltischfront ist fertig, bis auf die Manubrien und deren Beschriftung. Das Notenpult wurde befestigt und alle Leuchten eingebaut. Die Kniefüllung wurde mit Riegeln befestigt. Alle Registerzüge sind ...




... fertig und verbunden.




Hier sieht man, wie es im Innern weitergeht.




Alle Verkröpfungen sind verputzt und die Stangen mit den Schwertern final verbunden.




Am Balg geht es weiter mit den außenliegenden Scharnieren. Diese werden aus einem Stück gemacht. Dazu braucht es ein großes Fell. Hier sieht man die komplette Rinderhaut (vegetabil gegerbt) aufliegen. Ein wenig Skrupel hat Gilbert Scharfe trotz langer Berufserfahrung immer noch dabei, wenn ein solch großes Fell angeschnitten wird. Schließlich steckt da das Leben eines Tieres 'drin. Umso wichtiger ist es, dass man sich bei der Verarbeitung derart hochwertigen Materiales die allergrößte Mühe gibt.




Ein fertig belederter Zwickel.




Der fertig belederte Balg im zusammengelegten Zustand und hier ...




... einmal aufgefaltet. Oben auf dem Balgrahmen sieht man schon die Verschlussdeckel liegen. Diese müssen noch eingepasst und gefälzt werden. Dann ist der Balg fertig.




Im Innern kommen zwei dieser Ventile zum Einsatz. Sie schalten die Pedalregister an- und ab.





Woche 42



Die Balgspäne, welche später die Falten bilden, wurden mit Lederstreifen, den Knarrstreifen bewehrt. Anschließend wurden Darmsaiten, die Flechse, als Scharniere eingebracht.




So wurde Seite für Seite mit einem Spänepaar versehen und auf der unteren Balgplatte ...




... fixiert.




Unterdessen wurde an der Registermechanik weitergebaut. Hier sind bereits die Registerzüge zu sehen, welche ...




... im Innern auf die Zugstangen wirken. Diese sind bereits provisorisch eingebaut und mit den Schwertern verbunden. Zum Test kann man die Schleifen jetzt schon bewegen. Aber langsam: Alle Stangen müssen nochmal ausgebaut und umfangreich bearbeitet werden.





Woche 40/41



Endlich geht es in der Werkstatt weiter. Nach etlichen Orgelwartungen, die im Sommer durchzuführen waren, wird es Zeit, die Werkstatt mal wieder so richtig zu bevölkern. Mit den Rasteranlagen für die Holzpfeifen geht es weiter. Dafür müssen Raster mit Gratnuten befräst werden.




Mittels Rasterfüßen werden die Raster dann an den Windstöcken befestigt. Hier sieht man einen Teil der fertigen Holzpfeifenraster.




Dieser Windstock hier ist eigentlich ein Laufboden -oder eben anders herum. Die Doppelfunktion ermöglicht den Verzicht auf flexible Rohre. So kann trotzdem jede Pfeife an der Stelle sitzen, wo sie am besten Platz hat.




Das Fagott 16' wird weitergebaut. Neuralgischer Punkt sind die konischen Bohrungen, die über die gesamten Stutzenlängen gehen müssen. Da jeder Stutzen eine andere Länge und andere Bohrungen hat, ist das kein geringes Problem. Wie man jedoch sieht, wurde es gelöst und die ersten Konen sind schon gebohrt.




Das ist ein fertiger Stutzen. Nach oben (also im Bild nach rechts) kommt dann der Becher aus Kiefernholz. Unten steckt der Stutzen bis zu seinem Bund in der bleiernen Nuss.




Die Windversorgung wurde begonnen. Hier der Zuschnitt für den Parallelfaltenbalg. Stabile Rahmen werden mit Schlitz- und Zapfen verbunden. Die eher schwächeren Bretter links sind die Späne. Sie bilden später die Balgfalten.





Woche 21/22



Die Beine der Sitzbank wurden verleimt.




Und hier das fertige Gestell der Bank nach dem ersten Ölauftrag beim Trocknen.




Die Pedaltraktur hat einen Führungsrechen erhalten. Dieser wurde in das Gestell für den Laufboden integriert.




Die Gehäusefront ist beinahe fertig. Die neue Notenpultfüllung und die Kniefüllung sind schon eingebaut. ...




Die Türen sind angeschlagen und geölt. Auf diesem Foto wird deutlich, wie die offenen Lisenen teilweise Blicke ins Orgelinnere gestatten. Es entsteht ein interessantes Lichtspiel.




Die Türen haben Magnetverschlüse erhalten. Hier sieht man, wie leicht man zur Regulierung an die Mechaniken gelangen kann.




Das Notenpult wurde verleimt. Es ist aus Zwetschgenholz gearbeitet, wie auch die gesamte Klaviatur.





Woche 20



Das Vordergehäuse wurde geölt und aufgestellt.




Die ersten Türen wurden probehalber eingebaut.




Selber hergestellte Zapfenbänder.




Auch die Seitengehäuserahmen sind fertig, wurden bereits geölt und zusammengebaut.




Hier wurde ein Fries für den Zugang unterbrochen, damit ...




... man werkzeuglos an die äußeren Ventile gelangen kann.




Die gesamte Oberflächen des Gehäuses sind gehobelt. Hierbei hilft auch die Finiermaschine. Solche hauchdünnen Späne entstehen dabei. Die sind aber kein Abfall: Getränkt mit Kerzenwachsresten, stellt Orgelbaumeister Gilbert Scharfe seine eigenen Grillanzünder daraus her.




Die Metallpfeifen wurden geliefert und in der Intonierwerkstatt zunächst ...




... gelagert, bis es an die Intonation geht.





Woche 19



Die seitlichen Untergehäuserahmen werden verleimt.




Vordergehäuse: Die Verbindungsstellen sind kompliziert, aber ...




... später nicht mehr einsehbar.




Vor der Oberflächenbehandlung werden alle Teile einmal zusammengebaut.





Woche 18



Ein Arbeitsbalg wird für den Stoßfänger des II. Manualwerkes benötigt. Hier liegen die Späne bereit zum Einleimen.




Einer der beiden Stoßbälge.




An die, inzwischen verputzten Gehäuselisenen, werden die Beistoßseitenbretter angeleimt.




Auf Breite und Dicke formatierte Friese für das Seitengehäuse.





Woche 17



Die Stockschrauben wurden in unserer Drechselstube hergestellt.




Probeweise wurden die aufwändig hergestellten Gehäuselisenen aufgebaut. Luftig und leicht soll das Gehäuse wirken. Außerdem wünscht der Kunde optischen Zugang zur Technik der Orgel. So werden die Gehäuseflächen oftmals durchbrochen, was den Blick auf das eine oder andere Detail freigibt.




Das Rollventil wurde gebaut und schonmal probehalber in den ...




... Motorkasten eingesetzt. Dieser ist auch schon fast fertig. Nur noch die letzte Ölschicht und die innere Dämmung fehlen. Die Wände haben's in sich: Sand zur Eliminierung der tiefen Brummfrequenzen.




Zwei Stoßfänger für das zentrale Windsystem. Der untere beinhaltet die Tremulantenintegration, das firmeneigene SETI-System.





Woche 15+16



Ortswechsel: Holzwirtschaft ist eine langfristige Angelegenheit. So wird hin und wieder das Fahrzeug mit Rundstämmen geladen und zum Sägewerker gefahren. Diesesmal konnte Orgelbaumeister Gilbert Scharfe zwei Eichenstämme ergattern. Hierist bereits das erste Exemplar auf der Säge zu vierteln.




Der aufwändige Riftschnitt ergibt viele stehende Jahrringe an den Brettern. Diese sind gut für Windladenbauteile geeignet.




Gekonnt hebt Sägewerker Christian Schwarz die Bretter von der Säge, ...




... schwingt damit durch die Lüfte und ...




... landet damit vor unserem Anhänger. Verladen und verzurren ist nun Sache der Orgelbauer.




Szenenwechsel: Wieder in der Werkstatt das Kontrastprogramm zur groben Holzarbeit: Die Tontraktur wird eingebaut. Zuerst die vom Hauptwerk, dann die des ...




... II. Manualwerkes und schließlich die vom ...




Pedalwerk. Einbebaut von einem pfiffigen Praktikanten, der die schulfreie Zeit sinnvoll in der Orgelbauwerkstatt genutzt hat.




Die Registermechanik nimmt auch weiter Formen an. Hier die fertige Hauptwerksmechanik.




Für das Positivwerk müssen die Wellen auf sogenannte Schwerter umgelenkt werden.




Von den Wellen geht es später nach vorne zur Spielkonsole.





Woche 14



Dieser "französische Keilverschluss" ermöglicht die Herausnahme einer tragenden Stütze. Dies wird eines Tages nötig werden, um den Balg, für Reparaturtzwecke, der Orgel entnehmen zu können. -Eine Maßnahme, die der nächsten oder übernächsten Orgelbauergeneration zugute kommen wird. Ein ein gut belederter Balg kann nämlich 40 Jahre und mehr seinen Dienst tun. Bis dahin ist Orgelbaumeister Gilbert Scharfe aber (vielleicht) schon im Ruhestand.




Die Wellenbretter wurden eingebaut. Das geht recht fix. ...




... Auch das Pedalwellenbrett hat seinen festen Platz eingenommen.




Der Winkelbalken für die Umlenkung der Tontraktur im Positivwerk ist ebenfalls eingebaut.




Die Tonventile der Pedalwindlade wurden mit Stecherdrähten bestückt und ...




... eingebaut.




Nachdem die Pedalwindlade reguliert worden ist, konnte auch sie an Ort und Stelle eingebaut werden.




Spunddeckel vor der Belederung.




Die Registermechanik wurde begonnen. Hier die Wellenrahmen für die Mechanik im Positivwerk.




Ein weiteres Lager für das Hauptwerk.





Woche 13



Die Kegelstifte wurden in die Registerkanzellen der Pedalwindlade eingeschlagen.




Tonventile warten auf den Einbau.




Unterdessen wird der Platz in der Werkstatt immer enger. Zeit, die Orgelteile aufzustellen. Zuerst wird ein Podest benötigt, welches absolut waagerecht und eben ist. Hierauf wird der Bodenrost gelegt und nivelliert.




Nun kommen die Gestelle an die Reihe. Alle Stützen werden anhand der Zeichnung und ihrer Fixpunkte am Bodenrost ausgerichtet und verschraubt.




Auf diese Traversen kommt später der Stimmboden für den Orgelbauer.





Woche 12



Nachdem das Gestell für die Pedalwindlade verleimt wurde, konnten die Mechaniken eingebaut werden. Hier sieht man den Abzugswinkelbalken, wie er an die Kegelwellen angreift. Von oben ...




... sieht das Ganze so aus. Noch fehlt der Windladenrahmen, in dem die Ventile eingebaut werden.




Hier ist er bereits beim Verleimen.




Unterdessen werden die Rahmen für den Bodenrost hergestellt.




... Und fertig!




Nun müssen noch die Windladenoberseiten fertiggestellt werden. Diese kommen nämlich später auf den Gestellen in beträchtlicher Höhe zum Liegen. So auf den Böcken arbeitet es sich leichter. Unter den Schleifen wurden bereits die Dichtungsringe aufgeleimt.



Nun noch etwas zur aktuellen Lage:

Wir von Orgelbau Scharfe bitten Sie, im Rahmen der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus: Bleiben Sie zu Hause! Meiden Sie Ansammlungen mit mehreren Personen und schützen Sie damit gefährdete Menschen. Wenngleich das nicht in unsere Lebensgewohnheiten passt, so halten Sie sich bitte zum Schutze Anderer an diese Regeln.

Kaufen Sie die Nahrungsmittel bei Ihrem Bäcker, Metzger, Gemüsebauer, Müller, etc. um die Ecke und unterstützen Sie damit das regionale Handwerk. Hamstern Sie nicht, das ist asozial. Lassen Sie auf Vorrat gekaufte Lebensmittel nicht schlecht werden. Helfen Sie alten und bedürftigen Menschen in Ihrer Nähe. -Danke!



Die Mitarbeiter der Firma Orgelbau Scharfe stehen Ihnen in gewohnter Weise zur Verfügung.




Woche 10+11



Ein bisschen was von Zimmermannsarbeit: Die Traggerüste der Orgel, die Gestelle, werden hergestellt. Hier liegen Traversen bereit, die den Laufboden für die spätere Wartung der Orgel aufnehmen.




In solche Zapfenlöcher werden die Traversen eingesteckt und verschraubt.




Trakturdurchgänge an den Pfosten.




Fertige Gestelle für die Manualwindladen




Das Gestell für die Pedallade, die als Kegellade gebaut wird, bekommt die Lagerstellen für die Tonwellen eingebohrt. Hier fungiert also das tragende Lager gleichzeitig als Lagerung für die Mechanik.




Bevor es an die Verleimung geht, müssen alle Holzverbindungen noch einmal geprüft werden. Dann aber ...




... geht es ans Verleimen.




Hier liegen schon die Bauteile für die Pedalwindlade bereit. Der Zuschnitt ist gemacht, so kann sich das Holz noch an die Werkstatttemperatur und Luftfeuchte gewöhnen.





Woche 9



Die Koppeleinschaltung am Beistoß. Die Auslösertasten wurden direkt aus dem Beistoßbrett gesägt, um die Holzfaser aus optischen Gründen nicht zu unterbrechen.




Der Spieltisch ist fertiggestellt. Hier ein Bild von der Rück- ...




... und hier von der Vorderseite.




Tellerventile für die Pedalwindlade wurden zugerichtet.




Weil die Windlade als Registerkanzellenlade gebaut wird, werden Würtel und Konterventile aus Holz benötigt.




Die Kegelwellen werden mit Ärmchen aus Mehlbeere bestückt. Hier sieht man die Abzugsärmchen und ...




... hier die Kegelärmchen. Diese erhalten einstellbare Gewichte aus Zinn-Blei-Legierung für die Trakturrückholung.




Hier sieht man solche Gewichte. Alle Trakturbauteile, wie auch diese Gewichte hier, werden übrigens in unserer eigenen Werkstatt hergestellt.





Woche 8



Die Wellen werden zwischen die Döckchen eingepasst. ...




... Anschließend werden die Wellenärmchen eingeleimt und ...




... die Wellen beschriftet.




Unser Praktikant hat Arbeit bekommen. Die Dichtungsringe (über 1400 Stk.) mussten ausgehauen werden.




Aus den Einzelteilen aus Mehlbeere werden ...




... Trakturwinkel hergestellt.




Ein Teil davon kommt in den Spieltisch.




Als letztes größeres Bauteil im Spieltisch, wird der Beistoß hergestellt. So nennt man das Brett, auf dem die Füße der Organisten ruhen, wenn sie gerade mal nicht auf die Pedaltasten drücken müssen. Gut zu erkennen: Die drei Aussparungen für die Koppeltritte und deren Auslöser.





Woche 7



Die Stecher für die Pedalkoppeln wurden hergestellt.




Unterdessen bohrt Andreas Jung die Wellenbretter.




Die Gratleisten wurden in die Bretter geschlagen und die Aufhängungen angebracht.




Von der Vorderseite her gesehen: Einheit mit Windlade und Wellenbrett. Noch steht das Ganze Kopf!




Eingebaute Koppelstecher. Gut zu erkennen ist das durchstechende Wellenbrett, ...




... welches von der Vorderseite her so aussieht. Jede Welle ist nun über Abstrakten und Stecher mit den Pedalwinkeln verbunden.




Inzwischen wurde alle Koppelwippen und die gesamte Koppelmechanik eingebaut. Auch die Abzüge für die Weiterführung in die Orgel haben ihren Platz im Spieltisch gefunden. Anschließend konnten die Klaviaturen angeschlossen werden.




Für die weiterführenden Trakturen werden etliche Mechanikwinkel benötigt. Diese werden nun hergestellt. Verschiedene Angriffarten erfordern ...




... ebenso unterschiedliche Formen der Winkelangriffe.




Abstraktenkappen verbinden die Abstraktenhaken, bzw. die Abstraktengewinde mit den hölzernen Abstrakten. Hunderte dieser Klötzchen mussten hergestellt werden.





Woche 6



Wippen für die Koppel II-I wurden aus Nussbaum gefertigt.




Hier die Wippen für eine Pedalkoppel.




Ein Stoßdämpferbalg für den Koppelbalken.




An den Manualwindladen werden letzte Handgriffe angelegt. Hier ist ein Verbindungskanal zu sehen, welcher die Windkastenteilung überbrückt.




Alle Ventile wurden eingeleimt und mit der Anhängung versehen. Nachdem auch noch die Spunddeckel gefertigt und eingepasst wurden, ...




... konnte Andreas Jung die schönen Windladen beiseite legen und bis zur weiteren Verwendung abdecken. Die nächste Aufgabe steht an: Die Wellenbretter.





Woche 4+5



Die Windkästen sind fertig und werden von außen abgedichtet.




Endlich können auch die Holzoberflächen verputzt werden. Da sieht das ganze schon wieder viel ansprechender aus. Die rückwärtigen Kanzellen werden mittels Leinwand abgedichtet (rote Stellen). Die Holzoberflächen wurden geölt.




Über diese beiden Versorgungsöffnungen werden die Windkästen miteinander verbunden.




Das Koppelwellenbrett wurde hergestellt und im Spieltischgestell eingebaut.




Alle Kleinteile sind selbst gemacht. Hier sieht man die vorderen Abzüge der Koppelwellen ...




... und hier die hinteren.




Detail der Koppelrückholung.




Dicke Wellen aus Eichenholz tragen die achslosen Koppelwippen. Alle Wellen sind kugelgelagert und laufen völlig spielfrei.





Woche 3



Um die Löcher für die Pfeifenversorgung bohren zu können, müssen Fundamentbrett, Schleifen und Windstöcke übereinander befestigt werden. Hier sieht man eine solche Kombination. Die zuvor von der Windladeninnenseite (also spiegelverkehrt) angerissenen Bohrungen werden nun von der Unterseite her durch alle drei Bauteile gebohrt. Somit ist gewährleistet, dass die Bohrungen exakt fluchten.




Die Fundamentbretter wurden nun auf die Kanzellenrahmen geleimt. Dies geschieht in der Furnierpresse. Hier sieht man die bereits verleimten Windladen von der Unterseite her gesehen.




Auf diese Schlitze kommen bald die Tonventile als Verschluss. Gut zu sehen sind auch die vorbereiteten Windkästen. Diese sind bei uns in Rahmenbauweise hergestellt, damit die Windlade später in der Höhe nicht mehr arbeiten kann. Die Rahmenöffnungen werden später noch verspundet. Vorteil hierbei: Durch die rückwärtigen Öffnungen kann man für spätere Reparaturfälle an die Schwänze der Tonventile gelangen. Die Oberflächen sehen noch etwas wild und leimverschmiert aus. Dies ändert sich aber bald, wenn alle Teile miteinander verleimt sind. So ist die Maßhaltigkeit besser gewährleistet.




Der Spieltisch formiert sich auch so langsam: Die Konsole wurde aufgebaut und die ersten Komponenten kommen in das Chassis. Hierbei muss allerhand bedacht werden, weil jedes Bauteil seine Aussparung benötigt. Durch formschlüssige Befestigungen sind die Bauteile auf Dauer fixiert. Dies ist vor allem bei Elementen wichtig, die eine hohe Maßhaltigkeit wegen der beinhalteten Mechaniken erfordern. 





Wochen 52-2



Zunächst wünschen wir allen unseren Lesern ein gesundes und gutes neues Jahr 2020!

Weiter geht es mit den Manualwindladen: Nachdem die Kanzellenrahmen ja vor Weihnachten noch verleimt wurden, sind inzwischen die Trennschiede eingeleimt.




Die sogenannten Kämme wurden eingeleimt. Sie dienen als Abstandhalter zwischen den Schieden. Nach eingehender Trocknung, ...




... wurden die Kanzellenrahmen zur befreundeten Schreinerei Mödinger in Uhingen gefahren. Dort gibt es eine Zylinderschleifmaschine, auf der die Windladen exakt kalibriert wurden. Diese sind nun topfeben und allseitig gleich dick. Damit nun die Fundamentbretter gebohrt werden können, müssen ...




... die Windstöcke formatiert werden.




Derweil wurden die Klaviaturen in Backen gelegt.




Böckchen nennt Gilbert Scharfe diese skurilen Bauteile. Es sind die eigentlichen Tragfüße des Spieltisches.





Woche51



An den Windladenrahmen werden zuerst die Stege, dann ...




... die kompletten Rahmen verleimt.




Die Schiede wurden anschließend in ihre Nuten geleimt. Wie man sieht, alles aus massivem Eichenholz und mit Warmleim geleimt.




Die Tasten beim Kalibrieren.




Aufgeleimte Untertastenbeläge. Stück für Stück werden die Absätze ausgearbeitet und die Obertasten dazwischen eingepasst.




Abschließend wurden die Untertaste noch gefast und nach mehreren Feinschliffdurchgängen am Ende poliert.





Woche50



An den Ecken der Windladenrahmen wurden die Holzverbindungen angebracht und die Längsrahmen wurden ...




genutet. In diese Nuten werden später die sogenannten Schiede eingeleimt und bilden damit die Tonkanzellen der Windlade. Das sind kleine Windkammern, für jeden Ton eine.




Die Klaviaturen sind beinahe fertig. Hier die Obertasten.




Die Untertasten des I. Manuales und die des ...




... II. Manuales. Nächste Arbeit hier: Anbringen der Tastenbeläge.





Woche49



Fertig zum Beledern: die Ventile liegen auf der Arbeitsplatte.




Der Plotter ist in dieser Woche heiß gelaufen. Etliche Zeichnungen wurden ausgedruckt. Weil man einige Dinge im Maßstab 1:1 benötigt, sind auch richtig große Formate dabei. Diese Zeichnung hier ist über 2,5m lang. Andreas Jung hat sich einen Teilungsstab hergerichtet und überträgt die Teilung der Tonventile und der Schiede auf den Stab. Damit können nun die Windladen hergestellt werden.




Gilbert Scharfe unterdessen, widmet sich dem Thema Klaviaturen/Spieltisch. Hier sieht man einen Klaviaturrahmen in Sandwichbauweise. Damit werden dem Material einerseits die Spannungen genommen, andererseits wird es dadurch biegesteifer. Beides sind Eigenschaften, die ein Klaviaturrahmen aufweisen muss.




Manualtasten liegen zur Bearbeitung bereit. Etliche Bohrungen, Durchbrüche und ...




... Fräsungen müssen eingebracht werden. Hier wird gerade eine Waagebalkenbohrung durchgeführt.





Woche48



Für die Windladen werden die ersten Serienteile hergestellt. Hier sieht man die Rasterstöckchen mit ihren Holzgewinden.




 Zuschnitt der Tonventile.




Zur Reduzierung der Druckkräfte beim Abziehen der großen Tonventile, bekommen diese eine pneumatische Hilfe- ein sogenanntes Balancierbälgchen. Hier sieht man die fertigen Bälgchen in Pressung.





Woche47



Für die Holzpfeifen werden die letzten Teile vorbereitet: Die Pfeifenfüße.




 Im Zuschnitt läuft die Säge heiß: Teile für die Windladen und den Spieltisch wurden zugeschnitten und zum Trocknen aufgestapelt. Das Holz kann sich auf diese Weise noch ein wenig an ein Wohnraumklima gewöhnen.




Zuschnitte für die Windstöcke. Das sind Bretter, auf denen später die Pfeifen zu stehen kommen.





Wochen43-46



Lange mussten unsere treuen Leser nun auf neue Berichte warten. Die Wartungssaison hat doch lange gedauert und im Anschluss war einiges zu regeln und zu organisieren. Dabei bleibt leider nicht immer die nötige Zeit für einen neuen Bericht. Nun aber geht es endlich los: Wir bearbeiten einen Privatkundenauftrag: Den Bau einer neuen Salonorgel. Aus Datenschutzgründen werden wir an dieser Stelle keine Namen nennen und unser Kunde heißt in der Folge einfach "Kunde".
Los geht es mit den Holzpfeifen. Hierzu wurden die Abmessungen anhand der Vorgaben und der Bedürfnisse am Aufstellungsorg festgelegt. Wie so oft im Orgelbau, handelt es sich hierbei -und damit von Anfang an- um eine maßgeschneidertet Orgel.
Auf dem Bild sieht man die Seitenbretter der tiefen Pfeifen C-E des Principal 8'. Diese werde in Holz gebaut. Ab F steht das Register komplett im Prospekt.




 Die Deckelbretter wurden genutet. Gut zu sehen sind die Einsätze am Labium aus Eichenholz.




Kernbretter in Hirnholzrichtung: Somit können die Kernbereiche in alle Richtungen mit den Wandungen arbeiten.




 Zack, fertig!: Der Subbass 16' aus Kiefernholz. Dies sind die größten Pfeifen der Orgel und so einfach "zack" ging es zugegebenermaßen auch wieder nicht, mit diesen dicken Brummern. Sie werden einmal das klangliche Fundament der Orgel darstellen. 




 Vorschläge der Pfeifen für die Traversflöte 4' liegen nach dem Seifen zur Trocknung aus.




 Hier sieht man den Baßbereich der Traversflöte 4'.




 ... Und hier der Rest des Registers. Gut zu erkennen ist der Sprung beim c'. An diesem Ton wird das Register überblasend gebaut, also in doppelter Länge.




Die Flöte 8' ist auch schon fertig und ...




... wartet auf die Weiterverarbeitung.




Diskantpfeifen der Flöte 8'. Alles komplett aus feiner heimischer Birne gebaut.




Der Orgelbauer Andreas Jung bei der Herstellung der offenen Pfeifen aus Principal 8'.